Religion

Der Religionsunterricht (katholisch, evangelisch, islamisch) vermittelt Wissen über die eigene Religion und über andere religiöse Ausdrucksformen, Traditionen und Lebensweisen. Im Religionsunterricht werden existentielle menschliche Erfahrungen (Geburt, Krisen, Erwachsen werden, Liebe und Tod) und der Umgang damit zur Sprache gebracht. Gerade in einer Zeit, in der naturwissenschaftliche Forschung und gesellschaftliche Entwicklung viele Fragen nicht beantworten können, ist der Religionsunterricht eine Orientierungshilfe. Der Religionsunterricht kann lehren, die Kraft des angeblich „Nicht-Beweisbaren“ als Lebensressource zu nützen. Ängste und Hoffnungen können reflektiert dargestellt und zum Ausdruck gebracht werden.

 

Der konfessionelle Religionsunterricht bietet die Möglichkeit, sich mit der eigenen Konfession auseinander zu setzen und vermittelt religiös-ethische Bildung in einer multireligiösen und multikulturellen Gesellschaft. Den SchülerInnen wird angeboten ein religiöses Sprachvermögen, ein tolerantes, aufgeklärtes und kritisches Denken und entsprechendes Handeln zu entwickeln, die dazu dienen in Frieden und Respekt miteinander zu leben.

 

Miteinander sprechen

Über eine Religion wie den Islam Wissen anzusammeln ist das eine. Miteinander in ein Gespräch kommen und offen über Glaubensinhalte und ethische Fragen zu sprechen etwas anderes. Und es ist nach diesem besonderen Schuljahr, das stark von monologischem Lernen geprägt war, doppelt wertvoll. Am 25. Juni besuchte die RK-Gruppe der 6. Klassen den muslimischen Gebetsraum in der Bildgasse und bekam vom Jugendbeauftragten Yildirim Yildiz viele Einblicke in „seinen“ Islam gewährt. Es ging auch um „heiße Eisen“ wie den Umgang mit Homosexuellen, das Verhältnis von Schiiten und Sunniten zueinander, künstliche Befruchtung, den Mythos der arrangierten Ehen, das Mann-Frau-Verhältnis und natürlich um das Kopftuch. Lesarten des „anderen“ wurden durch eine authentische Innensicht perspektivisch geweitet. Danke an Prof. Kenan Gaye und das Team des VIKZ für den interreligiösen Dialog, der mit euch konkret wird.

 

Prof. Karin Schindler-Bitschnau

 

     
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