Podiumsdiskussion anlässlich der Nationalratswahl

Unterrichtsprinzip „Politische Bildung“? Check!

 

Mittlerweile ist es zur Tradition geworden, dass im Rahmen der verschiedenen Wahlkämpfe (Nationalrat, Landtag usw.) Podiumsdiskussionen der Spitzenkandidat_innen an unserer Schule durchgeführt werden.
Damit wird dem Unterrichtsprinzip "Politische Bildung" an unserer Schule Geltung verschafft und die jungen Wählerinnen und Wähler werden dazu animiert von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und sich aktiv am politischen Geschehen in Österreich zu beteiligen.

 

Am Dienstag den 10. Oktober diskutierten unter der gekonnten Moderation von Katharina Amann und Sara Velic Spitzenvertreterinnen von sieben für den Nationalrat kandidierenden Parteien 1 ½ Stunden lang in der Turnhalle des BGD über die von den rund 200 anwesenden Schüler_innen gestellten Fragen. Im Anschluss bestand noch die Möglichkeit mit den Politikern_innen direkt ins Gespräch zu kommen.

 

Die intensive Teilnahme der Schüler_innen lässt stark an der viel strapazierten Politikmüdigkeit von Jugendlichen zweifeln.

 

Die angenehme, konstruktive Diskussionskultur am BG Dornbirn entlarvte wiederum die „Duelle“ und „Talks“ der Fernsehanstalten als medial aufgebauschte Politshows.

 

Bundesfinale Europaquiz

Nachdem ich das Landesfinale des Europaquiz 2017 für mich entscheiden konnte, reiste ich zusammen mit dem restlichen Team Vorarlberg sowie unserem Betreuungslehrer Prof. Bassa nach Salzburg zum Bundesfinale. Da wir uns alle sehr gut verstanden, bildete unser Team schon bald eine Einheit, was später noch sehr nützlich war. Als wir auf der FH Puch, in der das Bundesfinale stattfand, ankamen, wurden wir als erstes formell begrüßt und dann begann der Bewerb auch schon mit einer Präsentationsrunde. Meinem Team gelang es schon in dieser Runde, den zweiten Platz zu erringen, was uns in eine vorteilhafte Ausgangslage für die folgenden Runden katapultierte. In den darauffolgenden Runden wurden wir über eine Bandbreite von Themen befragt, von Bauwerken bis hin zu Sprachen aus aller Welt. Dabei spielte das Team Vorarlberg stets auf Risiko, doch dies erwies sich immer als Erfolg. Als dann die beiden Finalrunden anstanden, befand sich mein Team auf Platz eins. In der ersten Finalrunde galt es, Reihungen je nach Aufgabenstellung zu erstellen und die Teams Tirol und Oberösterreich auf ihre Plätze zu verweisen. So gelang es uns, auch die erste Finalrunde für uns zu entscheiden und im endgültigen Finale auf das Team Tirol zu treffen. In dieser letzten Runde gab es einen Buzzer pro Team und Fragen mussten beantwortet werden. Dabei gab es Abzüge für falsche Antworten. Dabei wies ich mein Team an, taktisch zu spielen und nur Fragen zu beantworten, bei deren Antwort sie sicher waren. Unser gegnerisches Team jedoch spielte auf volles Risiko und verlor so aufgrund einiger falscher Antworten. Damit war am Ende klar: Vorarlberg ist Staatsmeister! Zum ersten Mal in 30 Jahren ging dieser Titel ins Ländle. Bei der Siegerehrung wurden wir mit Sachpreisen und Werbegeschenken ausgestattet und einige Spitzensportler des Landes Salzburg waren bereit für Selfies und Autogramme.

 

Nachdem die Ehrungen abgeschlossen waren, gab es noch eine Stadtführung durch Salzburg sowie am Abend ein gemütliches Ausklingen des Tages in einem Wirtshaus. Am nächsten Morgen begaben wir uns dann wieder auf die Heimreise.

 

Ich möchte Prof. Wolfgang Ströhle und Prof. Christof Bohle danken, die diesen Sieg mit ihrem Engagement erst möglich gemacht haben. Zusätzlich bedanke ich mich bei Direktor Markus Germann, der schon seit Jahren die Rahmenbedingungen für die Schulausscheidung des Europaquiz stellt. Und auch dem Land Vorarlberg möchte ich für die Glückwünsche danken.

 

Christoph Moll

 

Vortrag von Stephanie Berchtold

Am Donnerstag den 27.04.2017 hatte Stephanie Berchtold, eine leitende Mitarbeiterin beim Internationalen Roten Kreuz, relativ spontan Zeit, uns, den Schülerinnen und Schülern des Wahlpflichtgegenstandes „Internationale Politik“, über ihre Arbeit in Krisengebieten zu erzählen. So besuchte sie uns am Nachmittag in der neunten und zehnten Stunde. Die zwei Stunden, die Frau Berchtold gestaltete, vergingen wie im Flug, denn man wurde von ihren spannenden Erlebnissen regelrecht in den Bann gezogen. Die Vortragende klärte uns zuerst über das IKRK, das Internationale Komitee des Roten Kreuzes und wie sie dazu gekommen war, auf. Frau Berchtold erzählte von ihren Studien, den darauffolgenden Bürojobs und wie ihr das nie reichte. Sie habe gelernt, dass es viel spannender und vor allem viel bereichernder, sowie entlohnender sei, vor Ort zu helfen, als von einem Bürotisch aus Hilfsgüter oder Budgets zu verteilen. Sie habe also nach beispielsweise einem Jahr im Büro nicht eine Bestätigung für ihre Arbeit erhalten. So entschied sich Frau Berchtold also, beim IKRK zu arbeiten, dort könne man live miterleben, wie es den Menschen besserginge, nachdem man seine Arbeit geleistet habe. Wir wurden über die Regeln des Krieges informiert, weshalb sie so wichtig sind und daher gewahrt werden müssen. Außerdem erklärte sie uns die Tätigkeitsgebiete des IKRK, sowie die Hauptfelder humanitäre Hilfe in Krisengebieten und Gefangenenhilfe, wobei letzteres ein sehr heikles Thema sei. Das IKRK wende sich in seiner Gefangenenarbeit nie konkret an die Öffentlichkeit, nur so könne gewährleistet werden, dass Familienkontakte und ähnliches nicht unterbunden werden. Man erhalte in fast allen Ländern der Welt vollen Zugang zu den Gefängnissen, so könne man beispielsweise Gefangenen im Lager von Guantanamo Bay das Leben ein wenig erleichtern. Allerdings sei man in syrischen Gefängnissen nicht tätig, denn es wären nicht alle Türen offen, so lehne man es aus Prinzip ab, diese Gefängnisse zu besuchen.

 

Stephanie Berchtold arbeitet im Bereich der humanitären Hilfe und hat uns somit sehr genau schildern können, wie Hilfsaktionen des IKRK ablaufen. Hauptsächlich hat sie uns also von ihrer Zeit im Süd Sudan, einem Land ohne Perspektive, in dem Krieg und Hunger herrschen, berichtet. Frau Berchtold hat weder die freudigen, noch die traurigen Momente ausgelassen und uns daher eine realistische Sicht auf die Lage dieses Landes und der darin lebenden Bevölkerung ermöglicht. Wie haben von Gemetzeln, Hungersnot, korrupten Beamten, geringer Bildung und vielen anderen Missständen erfahren und waren am Ende des Vortrags alle sichtlich deprimiert, doch auch diese Sicht auf die Welt muss man kennen. So bewundere ich Frau Berchtold nicht nur für ihr außerordentliches Engagement, sondern dafür, dass sie ihre Arbeit fortführen will und trotz ihrer prägenden und schockierenden Erlebnisse lächeln kann, sogar in der zehnten Stunde am Nachmittag. Schon letzteres bekomme ich fast nicht hin.

 

So bedanke ich mich bei Frau Berchtold, für eine sehr lehrreiche Stunde ohne endlos komplizierten Inhalt, stattdessen lehrreich, da es immer wieder gut ist, vor Augen geführt zu bekommen, wie gut es uns in Europa doch geht. Danke außerdem an Frau Professor Schindler – Bitschnau, die diesen Augen – öffnenden Vortrag erst möglich gemacht hat.

 

Konstantin Feigl

 

Salama vazaha!

Im Rahmen des Wahlpflichtfaches „Politische Bildung“, besuchte uns am 20. April 2017 Johanna Albrecht, die über ihr Auslandshalbjahr in Madagaskar berichtete. Madagaskar ist die drittgrößte Insel der Welt und neunmal so groß wie Österreich. Die Einwohner fühlen sich eher zu Asien hingezogen als zu Afrika.

 

Zuerst war Johanna in Antananarivo, die Hauptstadt von Madagaskar. Ihr erster Gedanke war die Ungerechtigkeit auf dieser Welt, denn sie fühlte sich schuldig und dachte immer wieder daran wie gut es uns eigentlich hier in Österreich geht. Nach einiger Zeit aber gewöhnte sie sich daran. Sehr interessant waren auch die Bilder, die sie uns gezeigt hat. Zum Beispiel, die für uns ungewöhnlichen, Straßen auf denen die Madagassen Früchte, Gemüse, Fleisch, Reis, Bohnen, Fische und vieles mehr verkauften.

 

Danach erzählte sie von ihrer Reise in den Süden Madagaskars mit dem „Taxibus“, einer Art VW- Bus, auf dem das Gepäck raufgepackt wurde, die 24 Stunden dauerte. Sie war in einem Naturreservat, dessen Ziele einerseits der Schutz der besondern Natur und andererseits der Friede in den Dörfern des Reservats waren. Interessant war besonders die Lebensweise in den Dörfern. Es ist normal elf bis 12 Kinder zu haben, keine Elektrizität, Wäsche in den Flüssen zu waschen und auf offenem Feuer zu kochen. Außerdem bewegten sich die Menschen mit Zebus, das sind Rinder mit einem Höcker, fort. Leider kommt es während der Trockenzeit zu Hungermonaten, in denen sich die Menschen von Wurzeln ernähren und ihre Kinder deshalb nicht in die Schule schicken.

 

Johanna wurde nie schlecht wegen ihrer Hautfarbe behandelt. Am Anfang hatten die Kinder noch Angst, aber später haben sie sich sehr gut verstanden. Das was Ausländer in Madagaskar sehr oft hören ist „salama vazaha“ zu Deutsch  „Hallo Ausländer“, was aber keineswegs böse gemeint ist. Lustig zu sehen waren die Lemuren, die Johannas Süßkartoffeln und Tomaten aus ihrem Zelt geklaut haben.

 

Nach einem Monat im Reservat übersiedelte Johanna in die Hauptstadt, wo sie bei ihrer Gastfamilie wohnte. Diese Familie baute die Schule, wo Johanna Englisch unterrichtete. Die madagassischen Schulen haben ein französisches Schulsystem. Die Kinder werden schon mit zwei Jahren in eine Art Kinderbetreuung geschickt und sie sind bis 18 Jahren auf der gleichen Schule. Anstrengend für Johanna war das Unterrichten in höheren Klassen, da sie keine Erfahrung hatte und die Klasse meistens unruhig war. Da diese Schule eine Ganztagsschule ist, wurde dort – wie überall in Madagaskar – dreimal am Tag Reis gegessen. Die Beilagen durften sich die Kinder von zuhause mitbringen.

 

Nach der Präsentation war Johanna bereit unsere Fragen zu beantworten. Wir erfuhren, wie wichtig der Glaube in Madagaskar ist und dass sie jeden Sonntag in die Kirche gehen. Außerdem seien die Madagassen sehr abergläubisch, denn sie glauben an Geister und wenn sie ein Kind mit Behinderung sehen, sagen sie es sei verflucht, da die Mutter während der Schwangerschaft Ziegenfleisch gegessen habe. Interessant war auch, dass die Madagassen ihre Zukunft nicht planen, sondern im Hier und Jetzt leben.

 

Ich glaube, dass unsere Klasse zwei sehr informative Stunden hatte und dass wir sehr viel dazu gelernt haben. Ich möchte mich bei Johanna Albrecht für die tolle Veranstaltung und bei der Frau Professor Schindler- Bitschnau für die Organisation bedanken.

 

Kübra, 7c

 

 

Landesfinale Europa Quiz

Die Schüler des BG Dornbirn erzielten – traditionsgemäß – tolle Erfolge bei der Landesmeisterschaft zur Politischen Bildung.

 

Beim sogenannten EuropaQuiz 2017 feierten Christoph Moll und Benjamin Keckeis einen (überlegenen) Doppelsieg.

 

Fragen zur Europäischen Union und zur Österreichischen Innenpolitik beantwortet kein Vorarlberger Schüler (und auch keine Schülerin) so kompetent wie die beiden BGDler!

 

Das starke Mannschaftsergebnis komplettierte Menotti Markovic auf dem 4. Platz.
Auch Alexander Both auf Rang 12 schlug sich beachtlich in einem starken Teilnehmerfeld.

 

Christoph Moll vertritt Vorarlberg bei den Staatsmeisterschaften in Salzburg.

 

Im Unterstufenbewerb reichte es noch nicht ganz zu einer absoluten Topplatzierung. Florian Gruber und Emma Neudecker legten aber eine Talentprobe ab und sammelten wertvolle Erfahrung für eventuelle zukünftige Starts (Rang 8 und 9). Clara Tumler und Onur Atar belegten die Plätze 14 und 15.

 

Für alle Teilnehmer war jedenfalls der Bewerb im Sitzungssaal des Landtags, die Hausführungen durch Landtagsabgeordnete und die würdige Siegerehrung durch Landtagspräsident Sonderegger und Landesrätin Mennel ein interessantes Erlebnis.

 

Nähere Infos: http://presse.vorarlberg.at/land/dist/vlk-53619.html

 

Herzliche Gratulation!

 

Weitere Bilder finden Sie in der Galerie ...

 

Ergebnisse BG Dornbirn Europaquiz Politische Bildung - 2017

BG Dornbirn Oberstufe

1. Benjamin Keckeis, 8ar 46 Pkt.

2. Christoph Moll, 8ar 43 Pkt.

3. Menotti Markovic, 7ar 43 Pkt.

4. Aleksandar Both, 7ar 42 Pkt.

5. Paul Netzer, 5c 40 Pkt.

 

 

Jahrgangswertung:

5. Klassen

1. Paul Netzer, 5c 40 Pkt.

2. Lukas Brändle, 5ar 37 Pkt.

3. Ruth-Marie Ebenbichler, 5ar 36 Pkt.

6. Klassen

1. Aurel Drexel, 6b 37 Pkt.

2. Elias Braun, 6b 36 Pkt.

3. Lorenz Kanonier, 6c 35 Pkt.

7. Klassen

1. Menotti Markovic, 7ar 43 Pkt.

2. Aleksandar Both, 7ar 42 Pkt.

3. Hannah Lea Drexel, 7c 36 Pkt.

8. Klassen

1. Benjamin Keckeis, 8ar 46 Pkt.

2. Christoph Moll, 8ar 43 Pkt.

3. Anton Schwärzler, 8d 38 Pkt.

 

 

Wir gratulieren herzlich!

Siegerehrung am BG Dornbirn: Mittwoch, 22. Februar – Bibliothek

 

Eingeladen sind alle hier genannten Preisträger.

 

 

 

EuropaQuiz 2017: Lösungen Oberstufe

 

Besuch der Stadtvertretungssitzung

in Dornbirn am 19.Mai 2016.

Europa Quiz 2016

Landesbewerb im Vorarlberger Landtag

 

Hervorragende Ergebnisse unserer Teilnehmer!!!

 

 

Landessieger Oberstufe ist Aron Barthos,

 

Landessieger Unterstufe ist Lukas Brändle, 3.Platz für David Mantler

 

 

Wir gratulieren und freuen uns für euch!

 

Rechts die Landessieger der AHS-Ober- und Unterstufe Aron Barthos und Lukas Brändle, links die Sieger der HAK, HASCH, HTL, HLW, Berufsschulen

EuropaQuiz 2016

Auswertung des Schulwettbewerbes

 

BG-Dornbirn, 10. Februar 2016

 

Ergebnisse Oberstufe 6., 7., 8. Klassen

 

1. Benjamin Keckeis

2. Aron Barthos

3. Menotti Markovic, Christoph Moll

5. Lena Wohlgenannt

 

Ergebnisse Unterstufe 4. Klassen

 

1.  Franziska Lanser (4a) und Onur Celik (4d)

2.  Lukas Brändle (4d)

3.  David Mantler (4e)

 

 

Wir gratulieren unseren  GewinnerInnen und allen Klassenbesten

 

Siegerehrung und Preisverleihung ist am Freitag 12. Februar in der Bibliothek.

Beginn: 10:35
Eingeladen sind die Schulbesten und der/die jeweilige Klassenbeste.
Der Landesbewerb findet im Vorarlberger Landtag statt, Termin ist der 3.März.

 

Organisation: WPG Politische Bildung 7. Kl., Leitung W.Ströhle und Chr.Bohle

 

Zu den Ergebnissen der 4. Klassen ...

Zu den Ergebnissen der Oberstufe ...

Fragebögen EuropaQuiz 2016

Fragebogen der Unterstufe

 

Fragebogen der Oberstufe

 

"Jihadismus - IS - Naher Osten"

Am Freitag, 22.1.2016 referierte der Politikwissenschaftler Thomas Schmidinger vor den SchülerInnen unserer Oberstufe zum Thema "Jihadismus - IS - Naher Osten".

 

Nach dem ausführlichen Überblick über historische und aktuelle Hintergründe des Konflikts im Nahen Osten gab es im Anschluss die Möglichkeit mit dem Experten zu diskutieren. Der spannende Vormittag lässt an weitere ähnliche Veranstaltungen denken!

 

Am darauffolgenden Sonntagabend war dann auch die Öffentlichkeit, insbesondere die Eltern unserer Schule, zum Vortag in den Festsaal unserer Schule geladen. Auch hier informierte Thomas Schmidinger mit seinem profunden Hintergrundwissen über Problemfelder des Konflikts mit mittlerweile weltpolitischen Auswirkungen.

 

Bilder zur Veranstaltung finden Sie in der Galerie.

 

Lesen Sie einen Artikel von Laurence Feider „Es gibt keine klassische Jihadisten-Biographie“

Carla del Ponte und ihr Kampf für Gerechtigkeit

Am 9. November 2015 besuchten die SchülerInnen des Faches „Politik international“ zusammen mit Prof. Schindler-Bitschnau in der St. Martin Kirche den Vortrag der Schweizerin Carla del Ponte, der ehemaligen Chefanklägerin des „Internationalen Strafgerichtshofs“ in Den Haag. Derzeit untersucht sie Menschenrechtsverletzungen in Syrien. In ihrem Vortrag berichtete die Juristin über ihren „Kampf um Gerechtigkeit“ und auch was für Schwierigkeiten sich für sie dabei ergaben.

 

Zunächst erzählte Carla del Ponte darüber, wie die Kriegsverbrecher des Jugoslawienkonflikts vor Gericht gebracht wurden. Sie beschrieb, wie mühsam und langwierig dies war. Erst musste nämlich ein international anerkannter Gerichtshof geschaffen werden, erst dann wurde versucht herauszufinden, wer die Verantwortung für die Verletzungen der Menschenrechte trug. Schließlich mussten die Verbrecher verhaftet werden, was teilweise erst nach Jahren gelang, da sie auf der Flucht waren. Schlussendlich konnten in sehr langen Prozessen Urteile gefällt werden.

 

Danach berichtete uns die Juristin über ihre Arbeit nach dem Völkermord in Ruanda. Diese verlief großteils ähnlich, doch es ergaben sich neue Schwierigkeiten, da die Justiz dort eigenen Gesetzen folgt und Mitglieder der neuen Regierung versuchten Prozesse zu verhindern, nachdem ans Licht kam, dass auch sie Kriegsverbrechen begangen hatten.

 

Zuletzt redete Del-Ponte über die aktuellen Verbrechen in Syrien und erläuterte auch die Schwierigkeiten der Intervention in der aktuellen Situation. Ausführlich ging sie auf die Fragen aus dem Publikum ein.

 

Carla del Ponte ist eine bemerkenswerte Frau, die sich unbeirrt für die Verfolgung von Kriegsverbrechern und den Kampf für Gerechtigkeit einsetzt, auch wenn dies bedeutet, Massengräber zu untersuchen und Leichen zu identifizieren. Trotz der ständigen Konfrontation mit den Opfern furchtbarer Gräueltaten hat die Schweizerin die Hoffnung auf eine gute, friedliche Zukunft nicht verloren.

 

Maximilian R. Drozd, 7ar

 

Bildquelle: Katholische Kirche Vorarlberg / Lisa Mathis

 

 

YCC Austria

Was? Was ist das? Wer ist das? SchülerInnen der 5.und 7.Klassen konnten sich ein „Bild“ machen. – Und Bilder waren auch das Kernthema der Workshops. 

 

YCC bedeutet Youth Creating Change und in diesem Sinne bietet YCC Austria interkulturelle und antirassistische Bildungsworkshops an Schulen in ganz Österreich – zu Themen wie Asyl und Flucht, Vielfalt und Rassismus sowie Entwicklungszusammenarbeit, kritische Medienanalyse und Afrika jenseits von Klichées – an.

 

Im Mittelpunkt stehen Reflexion der eigenen Identität sowie gesellschaftlicher und globaler Verhältnisse, um bewusst und verständnisvoll mit Diversität umzugehen. Ein wichtiger Aspekt ist die Vernetzung von Studierenden verschiedenster Fachrichtungen, die durch die Teilnahme an offenen Treffen und Diskussionen bei der selbstständigen Erarbeitung und Umsetzung von Projekten (wie zum Beispiel Workshops an Schulen) unterstützt werden.

 

Die beiden Leiterinnen waren Hanna Klien, sie ist Doktorandin der Universität Wien im Bereich Medienanthropologie, und Valentina Duelli, sie studiert Internationale Entwicklung und Politikwissenschaften an der Universität Wien. Gemeinsam ist ihnen beiden, dass sie am BG-Dornbirn maturiert haben, das Wiedersehen hat sichtlich auch ihren „alten“ LehrerInnen, speziell ihrer Klassenvorsteherin Prof. Silvia Götsch, große Freude bereitet.

 

Der Erstkontakt zur Realisierung des Projekts entstand über Prof. Karin Schindler-Bitschnau, die Organisation für die drei jeweils dreistündigen Workshops lag in den Händen den Kustoden für GSK und Politische Bildung.

 

Angefügt ist ein Auszug des aufbereiteten Feedbacks, welches in der folgenden GSK-Stunde erstellt worden ist.

 

Hallo YCC,

vorweg möchten wir uns herzlich bei euch für den informativen Workshop bedanken. Besonders gut fanden wir, wie ihr uns an aktuellen Beispielen veranschaulicht habt, dass nicht alles so ist, wie es in den Medien erscheint. Durch die genauere Auseinandersetzung mit Bildern, Schlagzeilen und den nachgereichten Arbeitsaufgaben ist uns vieles bewusst geworden. So habt ihr uns dazu verholfen, dass wir Informationen in den Medien nun anders und kritischer betrachten. /…../

 

Vielen Dank für die gute Aufarbeitung und Kommunikation zum Thema!

 

Kustos W.Ströhle

Schuljahr 2014/2015

Erlebnis direkte Demokratie

Ein Ritual aus dem Jahr 1403, bei dem tausende Menschen in den „Ring“ steigen, Männer Seitengewehre bei sich tragen und das nur einmal jährlich stattfindet – das ist die Landsgemeinde im kleinsten Schweizer Kanton Appenzell Innerrhoden. Interessierte der WPG Gruppe Politische Bildung der 7. Klassen machten am 26. April einen Sonntagsausflug in das nahe Grenzgebiet um direkte Demokratie in ihrer ursprünglichsten Form live zu erleben: Stimmbürger und Stimmbürgerinnen (seit 1991!) heben ihre Hand zum Zeichen der Zustimmung oder Ablehnung auf dem Landsgemeindeplatz von Appenzell und bestimmen damit über die Geschicke ihres Kantons. Von der Bestellung eines neuen regierenden Landammans (vage vergleichbar mit unserem Landeshauptmann) über eine Inititiative zu leistbarem Wohnen bis hin zur Abstimmung über den Neubau des Hallenbads Appenzell konnte ein breiter Einblick in die politischen Agenden des Kantons gewonnen werden. Aber auch der „Kantönligeist“ war spürbar, der in der Eröffnungsansprache gegen den Zentralismus des Bundes beschworen wurde:

 

„Zu oft herrscht die irrige Meinung vor, der Staat müsse regulieren. Und zu oft setzt sich die unsinnige Meinung durch, für eine durch den Staat zu beantwortende Frage gebe es nur eine richtige Antwort. Als Folge nehmen die Kompetenzen der Kantone ständig ab. … Dort, wo wir noch etwas zu sagen haben, ist klar, wer das Sagen hat: Ihr, liebe Mitanadleute und Eidgenossen.“

Veranstaltung im Gedenken an Genozid an Armeniern

 

Partnerschaft verpflichtet: 1915-2015 In einer öffentlichen Veranstaltung mit Impulsreferat des Politikwissenschaftlers Dr. Hüseyin I. Cicek, einer Filmvorführung und einer Diskussionsrunde wurde am 24. April, dem offiziellen Gedenktag an den Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich vor 100 Jahren, gedacht.

 

Mehr dazu: https://dornbirngyumri.wordpress.com/2015/04/25/1915-2015-gedenkveranstaltung-in-solidaritat-mit-unseren-armenischen-freunden/

 

... weitere Bilder in der Galerie

EuropaQuiz 2015

 

Auswertung des Schulwettbewerbes
9.-12. Schulstufe

 

BG-Dornbirn
19. Februar 2015

 

1. Benjamin Keckeis

 

2. Jakob Braun, Julian Heinzle, Menotti Markovic

 

5. Besar Kurtisi, Julian Schertler  

 

7. Victor Fulterer, Anna Gunz, Louisa Pajnik, Alexander Rhomberg

 

 

 

Wir gratulieren unseren 6 GewinnerInnen und allen Klassenbesten

 

Siegesehrung und Preisverleihung ist am Dienstag 24. Februar in der Bibliothek.

Beginn: 11:30


Eingeladen sind die Schulbesten und der jeweilige Klassenbeste.
Gastredner und Gratulant ist wiederum Dr. Werner Bundschuh.
Der Landesbewerb findet im Vorarlberger Landtag statt, nähere Infos folgen.

Organisation: Wahlpflichtfach Politische Bildung 8. Klassen, Leitung W.Ströhle

 

Klassenergebnisse:

5. Klassen

6. Klassen

7. Klassen

8. Klassen

 

Fragebogen und Lösungen:

Fragebogen2015_Unterstufe Lösungen2015_Unterstufe
Fragebogen2015_Oberstufe Lösungen2015_Oberstufe

 

 

 

 

 

 

Die vielen Facetten von Migration

 

Im November 2014 machte die Ausstellung „Migration on tour“ für zwei Wochen am BG Dornbirn Station. Insgesamt 24 Klassen mit ca. 500 Schülern und Schülerinnen sahen die Ausstellung und behandelten das aktuelle wie umstrittene Thema Migration in den unterschiedlichsten Fächern, so auch im WPG Politik international:

 

„Am Donnerstag, den 29. Januar 2015 machten wir Schüler und Schülerinnen des Wahlpflichtgegenstandes ‚Politik international‘ eine Exkursion ins Vorarlberg Museum. Dort genossen wir eine sehr informative Führung von Herrn Markus Barnay (Kurator der Ausstellung ‚Vorarlberg. Ein Making Of‘) und Herrn Fatih Özcelik (Vielfaltenarchiv). Wir sahen einige Stationen des Museums und hörten zwei Stunden Interessantes über die Geschichte der Migration in Vorarlberg, das sich im Laufe der Jahrhunderte von einem Auswanderungs- zu einem Einwanderungsland entwickelte. Wir hörten von den Vorarlberger Söldnern im 17. Jahrhundert, die Wirtschaftsflüchtlinge aus Vorarlberg im 18. Jahrhundert (Schwabenkinder, Krauthobler, Bauarbeiter, Barockbaumeister) bis hin zur jüngsten Migration im 20. und 21. Jahrhundert (Gastarbeiter, EU-Migranten).“

Johanna, 7ar

 

 

"Siegelfälschen bringt den Tod" - Das Wahlpflichtfach "Politische Bildung"

 

8.Klassen besuchte das Vorarlberger Landesarchiv, VeranstalteterIn war die Volkshochschule Hohenems. 

 

Wir erfuhren Wichtiges und Interessantes über Aufgaben und Tätigkeiten der Archiv-Angestellten, quetschten uns durch enge  Gänge, durften auch Kostbarkeiten aus alten Zeiten aus nächster Nähe betrachten.

 

Dank dem Archivar M.Tschaikner für die lebendige und anschauliche Präsentation.

STR 28.11.2014

 

 

Podiumsdiskussion am BGD

Vorarlberger Landtagswahlen 2014

Am Sonntag, 21. September, finden in Vorarlberg die Wahlen zum 15. Vorarlberger Landtag statt.

 

Für Schüler_innen und Lehrer_innen findet am Dienstag, 16. 9., ab 14.00 Uhr am BG Dornbirn in der Turnhalle eine Podiumsdiskussion mit allen für den Landtag kandidierenden Parteien statt.

 

Aktuell werden folgende Teilnehmer von den Parteien genannt:

ÖVP- Thomas Winsauer

FPÖ- Christoph Bitschi

Grüne – Daniel Zadra

SPÖ – Michael Ritsch

NEOS – Günter Meusburger

CPÖ – Erwin Dünser

Piratenpartei – Friedrich Gsellmann

Männerpartei – Hannes Hausbichler

WIR – Christof Alton

 

Wahlergebnisse

Im Anschluss an die Veranstaltung haben 173 SchülerInnen der Oberstufe ihre Stimme abgegeben. 7 SchülerInnen haben ungültig gewählt, das sind 4 %.

 

Stimmverteilung wie folgt

 9,8   % ÖVP

 9,8   % FPÖ

38,2 % Grüne

19,7 % SPÖ

15,6 % NEOS

  2,3 % CPÖ

  0,6 % Männerpartei

Keine Stimmenanteile für die Piraten und WIR

 

 

Die Auszählung erfolgte am 18.September 2014 durch das WPG „Politische Bildung“, 8.Klassen, Verantwortlicher ist Kursleiter W.Ströhle.

Straßburgfahrt zum Europaparlament

Der mittlerweile traditionell gewordene Besuch von BGD-Schülern und Schülerinnen im Europaparlament in Straßburg fand in diesem Schuljahr am 15. und 16. September statt. Von Prof. Dagmar Waibel-Mätzler mit besonderem Einsatz initiiert und organisiert, konnten die 8. Klassen eine besondere Sternstunde des Parlamentarismus in Straßburg miterleben. Im vollbesetzten Plenarsaal wurde gleichzeitig mit der ukrainischen Werchowna Rada (ukrainisches Parlament) über das Assoziierungsabkommen zwischen der EU und der Ukraine abgestimmt. Mit großer Mehrheit verabschiedeten die beiden Parlamente das Abkommen. Es war ein ganz besonderes Ereignis, bei einem solch historischen Moment live dabei gewesen zu sein!

Schuljahr 2013/2014:

Landesbewerb im Vorarlberger Landtag

Alle 3 unter den ersten 5

 

13.März 2014

 

 

Der „Kader“ des BGD umfasste die OberstuferstufenschülerInnen Aron Barthos, Sarah Zimmermann und Jakob Braun, die Routiniers Max Blassnig und der letztjährige Vizemeister Frank Jenny waren leider terminlich verhindert. Bei starker Konkurrenz konnten sich Aron Barthos, Sarah Zimmermann und Jakob Braun knapp hinter dem Spitzenfeld platzieren. Im Unterstufenbewerb belegten  Hannah Lea Drexler und Andre Schertler den hervorragenden 2.Platz, Menotti Markovic erreichte den 3.Rang.– Die „Jungmannschaft“ konnte somit unter den ersten fünf Platzierten drei TeilnehmerInnen stellen. Wir gratulieren herzlich!

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Weitere Bilder gibt es in der Galerie ...

BG am BG Dornbirn

Zwei Richter des Bezirkgerichts zu Gast

 

Mehr als 30 SchülerInnen haben am 11. März 2014 die Möglichkeit genutzt, Vertretern der Justiz Fragen zur Gesetzgebung und dem Gesetzesvollzug zu stellen. Überraschend viele 7. und 8.Klässler haben dabei Interesse am Jusstudium bekundet und die beiden RichterInnen haben gerne Auskunft gegeben über Studium und mögliche Berufswege. Zusammen konnten wichtige Erfahrungen gemacht werden.

 

Vielen Dank an „Justiz goes to school“ – initiiert über das Oberlandesgericht Innsbruck.

 

Kustodiat Politische Bildung und GSK

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Richterin und Richter umgeben von SchülerInnen des WPG Politische Bildung Kurs 7. und 8.Klasse

 

 

 

EuropaQuiz 2014

Auswertung des Schulwettbewerbes
8.-12. Schulstufe

5. Februar 2014

Wir gratulieren unseren 6 GewinnerInnen und allen Klassenbesten

 

 

Oberstufe: 1. Aron Barthos, 2. Maximilian Blassnig, 3. Sarah Zimmermann

 

Unterstufe: 1. Hannah Lea Drexler, 2. Menotti Markovic, 3. Andre Schertler

 

Bester Klassendurchschnitt: 7b & 8b

 

Detailergebnisse siehe hier

 

 

Siegesehrung und Preisverleihung am Donnerstag 6. Februar in der Bibliothek,

Beginn: 11:30
Eingeladen sind die Schulbesten und der jeweilige Klassenbeste.
Gastredner und Gratulant ist wiederrum Dr. Werner Bundschuh
Landesbewerb ist am Donnerstag 13. März 2014 ab 08:30 im Vorarlberger Landtag

 

Organisation: Wahlpflichtfach Politische Bildung 7. & 8. Klassen, Leitung W.Ströhle

 

Fragen zum Europa Quiz:

 

Ari Rath

Zeitzeuge am BGD


Am Dienstag , dem 10.Dezember 2013 war Ari Rath ab 15 Uhr30 zu Gast im Festsaal. Themen waren seine Kindheit, seine journalistische und politische Arbeit, seine Beurteilung aktueller Ereignisse. 

 

Arnold Rath wuchs in Wien auf und besuchte dort das Gymnasium Wasagasse. Der Junge wurde der von der „Christenklasse“ getrennten „Judenklasse“ zugewiesen; er erlebte „den österreichischen Alltags-Antisemitismus“ schon vor 1938. Nach dem „Anschluss“ Österreichs hatte er als Jude in Österreich keine Zukunft und gelangte als 13-Jähriger mit einem Kindertransport im November 1938 über Triest nach Palästina.

1957 wurde er Redakteur der „Jerusalem Post“, einer bis heute bestehenden englischsprachigen israelischen Zeitung. (In diesem Zusammenhang nahm er auch offiziell den Vornamen Ari an.) Als Journalist gehörte er mit Shimon Peres und Yitzhak Rabin zum engen Kreis um David Ben Gurion. 1975 übernahm er die Funktion des Chefredakteurs, 1979 wurde er Herausgeber des Blattes.

Seit seinem Ausscheiden aus dem Zeitungsgeschäft 1989 ist er freier Publizist und unterrichtete an der Universität Potsdam. Er ist nach wie vor Verfechter der friedlichen Koexistenz von Israelis und Palästinensern. Ari Rath besitzt seit 2007 neben seiner israelischen Staatsbürgerschaft wieder die Staatsbürgerschaft Österreichs.


   


Die über 75 TeilnehmerInnen waren SchülerInnen der drei Wahlpflichtfächer „Politische Bildung“, eine 6.Klasse und interessierte OberstufenschülerInnen.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Organisator moderierte Dr.Werner Bundschuh die Veranstaltung. Herzlichen Dank hiemit an die Dokumentations- und Organisationsstelle erinnern.at .

 

Aussagen Ari Raths sind in dem 2013 erschienen Buch „Ari heißt Löwe“ dokumentiert, er  hat uns ein Exemplar mit einer nette Widmung zurückgelassen, hat die Fragen der SchülerInnen hochgelobt und war angetan von der Ruhe und dem entgegengebrachten Interesse.

 

Die gestellten Fragen betrafen seine Kindheit, konkret die Erinnerungen an seine Mutter, die Beziehungsebene zu seinem Vater, des Weiteren Die Kriterien bei lebensentscheidenden „Ausleseverfahren“. Er und sein Bruder wollten wie 2000 andere in einen Kindertransport, der nach Palästina führte, nur 200 kamen in die engere Auswahl, nur 50 wurde schließlich der Traum erfüllt.

 

Eine weitere Frage betraf die aktuelle politische Situation in Österreich und antisemitische Äußerungen. „Antisemitismus ohne Juden“ war die Antwort des Referenten, mit dem Nachsatz, dass in Deutschland eine rassisch gezeichnete Partei niemals kandidieren dürfte.

 

Die letzte Frage betraf die Thematik Hannah Arendt und die „Banalität des Bösen“, eine Zuspitzung, die im Zusammenhang mit dem Eichmann-Prozess  für höchste Aufregung sorgte. Laut Ari Rath begründet diese in einem Missverständnis: Gemeint war wie „normal“ und alltäglich diese Verbrechen bestens organisiert durchgezogen worden sind, somit nicht allein an einer Person festzumachen waren.

 

Ari Rath hat mit seiner ruhigen und freundlichen Art Stationen seines Lebens vermittelt.-Hat eindringlich vermittelt, wie unmittelbar nach dem Anschluss 180.000 jüdische BürgerInnen ihre elementarsten Rechte verloren haben, wie sie willkürlicher Gewalt ausgesetzt waren, verhaftet wurden, erpresst, gedemütigt und ausgeraubt wurden. Menschlichkeit erlosch, wie es sich viele zuvor nicht auszudenken vermocht haben.

 

Vielen Dank für die Begegnung

W.Ströhle, Kustos GSK+Politische Bildung