Erasmustreffen Teneriffa 30.03.-06.04.2019

Mit voll bepacktem Auto, aber voller Vorfreude machten wir uns am Samstag, den 30. April, auf den Weg nach Teneriffa. Ein kaputter Koffer und das Verstauen unserer großen Koffer verzögerten die Abreise nach Zürich ein wenig, schließlich landeten wir aber pünktlich in Teneriffa. Wir Schülerinnen (Victoria Ganahl, Juna Schwendinger und Ruth Ebenbichler) wurden dort schon von unserer Gastfamilie erwartet, während unsere Lehrerinnen (Simone Minikus, Petra Nindl und Angelika Schmölz) vom spanischen Lehrerteam empfangen wurden. Wir Mädchen wohnten alle in derselben Gastfamilie etwas außerhalb von Santa Cruz de Tenerife, der Hauptstadt Teneriffas.

 

Wir erkundeten an den ersten Tagen trotz des eher schlechten Wetters einige Strände, Santa Cruz und La Laguna, die Universitätsstadt von Teneriffa. An unserem ersten Tag in der spanischen Schule lernten wir dann auch die anderen Teilnehmer aus Zypern, Griechenland, Italien, Spanien und Portugal kennen. Nach einem offiziellen Welcome mit Präsentationen von Schülern stürzten wir uns alle wie hungrige Wölfe auf das Buffet mit den jeweils landestypischen Spezialitäten. Mit vollen Bäuchen, wie so oft in dieser Woche, wurde eine typische kanarische Musikgruppe begrüßt, die ausschließlich aus Frauen, gekleidet in traditionellen Gewändern, bestand. Abends in der Gastfamilie erwarteten uns dann immer kulinarische Köstlichkeiten aus der Region.

 

Die spanische Schule war sehr anders und etwas chaotisch, die Schüler und Lehrer waren jedoch äußerst herzlich und nett. Wir verbrachten einen Teil der Woche in der Schule, die restliche Zeit erkundeten wir verschiedene Betriebe und Sehenswürdigkeiten der Insel. Am Mittwoch ging es zum El Teide, dem inseleigenen Vulkan und mit 3718 Metern dem höchsten Berg Spaniens, was sehr beeindruckend war, denn die Landschaft rundherum sah außerirdisch aus, rotes, schroffes Gestein überall, was uns sehr an den Mars erinnerte. Nachdem wir uns dort ein bisschen umgesehen hatten, ging es dann in ein typisches kanarisches Restaurant, Guachinche genannt, bei dem wir unter anderem Gegrilltes mit den berühmten „Papas arrugadas“ (Kartoffel in grobem Salz) und Kuchen „Tarta de tres leches“ aus der Region genossen.

 

Donnerstags ging es dann für uns in den Süden der Insel, wo wir eine Ziegenfarm mit ca.3000 hauseigenen Ziegen und die damit verbundene größte Käserei Teneriffas „Montesdeoca“ besichtigten.  Anschließend ging es zum Siam Park, dem größten Wasserpark der Welt.

 

Am Freitag verbrachten wir den Tag in der Schule bei Sport und Spiel, nahmen den oft geprobten Erasmus-Song auf und am Abend hieß es für uns leider schon Abschied nehmen. Das macht man in Spanien nicht irgendwie, nein, es wurde mit einem rauschenden Fest mit Buffet und einer riesigen Karnevalgruppe gefeiert, denn, was die meisten nicht wissen, in Santa Cruz ist nach Rio de Janeiro in Brasilien der zweitgrößte Karneval der Welt. Es wurde viel getanzt und gelacht, und auch die eine oder andere Träne vergossen.

 

Samstagvormittag verbrachten wir noch mit unserer Gastfamilie in Candelaria, einer wunderschönen Stadt direkt am Meer. Mit Koffern voll neuer Erfahrungen und Freundschaften ging es dann schweren Herzens zurück nach Hause.

 

Vielen Dank an dieser Stelle an unsere Eltern, Lehrerinnen, an das BGD, dass wir so eine Möglichkeit bekamen undnatürlich an die EU, ohne die dieses Projekt gar nicht möglich gewesen wäre.

 

Ruth Ebenbichler