4. Mobilität: Freiburg 2015

Der vierte und letzte Austausch des Comenius Projekts „Nachhaltiges Handeln an Sekundarschulen" fand von 3. - 8. Mai 2015 in Altglashütten im Schwarzwald, in der Nähe von Freiburg, zum Thema „Energie“ statt.

 

Reisebericht über die Comenius-Woche im Schwarzwald

Montag, 4. Mai 2015, von Sarah Hubmann 7b

Unsere Reise nach Freiburg begann für viele um 8 Uhr am Bahnhof Dornbirn. Die restlichen SchülerInnen stiegen während der Fahrt nach Feldkirch in den Zug ein. Am Bahnhof Feldkirch warteten wir auf Frau Prof. Dönz und Frau Prof. Steiner, die dann doch nicht mit fuhr, weil sie hätte während der Woche wieder zurückkehren müssen, da aber die Deutsche Bahn wieder einmal streikte, beschloss sie zu Hause zu bleiben. Von Feldkirch fuhren wir nach Buchs und von dort nach Sargans. Von Sargans fuhren wir nach Zürich, wo wir 1 ½ Stunden Aufenthalt hatten. In dieser Zeit gingen wir alle zusammen etwas Frühstücken. Um 12 Uhr ging es weiter nach Basel. Dort stiegen die Schweizer in den Zug ein. Wir kamen, die Österreicher und Schweizer, um 13:57 in Freiburg an. Am Bahnhof wurden wir von SchülerInnen des Droste-Hüshoff-Gymnasiums abgeholt, die uns mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule brachten. In der Schule gab es als Erstes eine kleine Jause und danach eine Führung durch die Schule. Danach fuhren wir mit dem Bus in den Schwarzwald, wo wir die Woche verbrachten. An unserer Unterkunft angekommen, wurden die Zimmer bezogen. Danach gab es Ansprachen der Direktoren der Schulen, dann stellten die SchülerInnen vor, was man in der Woche gemacht hat, die man an ihrer Schule verbracht hatte. Nach dem Abendessen spielten wir Kennenlernspiele, die die deutschen SchülerInnen organisierten. Nach diesen Spielen stand der restliche Abend zur freien Verfügung.

 

Dienstag, 5. Mai 2015, von Max Drozd, Benjamin Keckeis, 6Ar

Der erste Programmpunkt am Dienstagmorgen war ein Vortrag mit dem Fokus auf die Energiewende und erneuerbare Energien vor allem in Deutschland, wo wir viele interessante Fakten und Ideen kennenlernten und auch Schwierigkeiten angesprochen wurden, die bei der Umänderung des Energiesystems von fossilen auf erneuerbare Energieträger bestehen. So erfuhren wir z.B. dass es 1,2 Billionen Euro kosten würde, um das deutsche Energiesystem umzuändern, dies wird aber nicht alles auf einmal, sondern über 30 Jahre investiert.

Am Nachmittag wurden die Projektteilnehmer in zwei Hälften geteilt, die einen blieben in der Herberge, die anderen gingen auf eine Exkursion. Am Donnerstag wurde dann gewechselt.

 

Die Gruppe, die zu Hause blieb nahm an einem Workshop teil, bei dem man zusammen mit Experimenten an verschiedenen Stationen mehr bezüglich Energieverbrauch und Solarenergie lernen konnte. An einer Station konnte man mithilfe eines Messgeräts die Watt messen, die das jeweilige Gerät benötigt, an einer anderen musste man durch einen Hometrainer genug körperliche Energie aufbringen um Geräte und Glühbirnen zum Funktionieren zu bringen. An anderen konnte man mithilfe von Photovoltaik-Anlagen, Lupen und anderes die Energie der Sonne kennen lernen. Es wurden auch Geräte vorgestellt, die mithilfe von Sonnenenergie funktionieren wie z.B. ein Solarkocher.

 

Die andere Gruppe unternahm eine Exkursion nach Freiamt. Diese im Landkreis Emmendingen gelegene Gemeinde hat ca. 4000 Einwohner und produziert 300 % ihres Strombedarfs mit erneuerbaren Energieträgern. Dort besichtigten wir zuerst eine Biogasanlage und später einen Bauernhof, der als Nebenverdienstquelle Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt. Das Interessanteste an diesem Hof war jedoch nicht die Photovoltaikanlage auf dem Dach oder das kürzlich errichtete Windrad. Zur Überraschung aller ExkursionsteilnehmerInnen hatte der Landwirt nämlich eine durchaus raffinierte Methode zur Wärmegewinnung entwickelt. Er nutzte nämlich die Wärme der Milch seiner Kühe um Wasser zu erwärmen. Da dabei gleichzeitig die Milch abgekühlt wird, hilft diese Methode auch, Strom zu sparen. Anschließend besichtigten wir noch zwei Windkraftanlagen. Diese waren mit einer Höhe von ca. 100 Metern und einem Rotordurchmesser von ca. 50 Metern ziemlich eindrucksvoll. Enttäuschend war jedoch, dass man zwar hinein gehen konnte um den Transformator anzusehen, aber nicht hinauf zum Rotor. Dies ist aber nachvollziehbar, da die Fahrt viel zu lange gebraucht hätte. Eigentlich wäre vorgesehen gewesen, gegen 16 Uhr zur Vesper in einer alten Mühle einzutreffen, aber das ganze verzögerte sich aufgrund der schlechten Wege um ungefähr eineinhalb Stunden.

 

Das Abendprogramm wurde am Dienstag von den luxemburgischen Schülerinnen gestaltet. Diese hatten ein luxemburgisches Spiel vorbereitet, bei dem man verschiedenste Aufgaben im Team erfüllen muss, wie zum Beispiel Gegenstände holen, mit vollem Mund seinen Teammitgliedern einen Satz verständlich machen, sich Geschichten ausdenken, ein Quiz lösen usw.

 

Mittwoch, 6. Mai 2015, von Lucas Hauser und Clemens Brunner, 6ar

Am Mittwochmorgen fuhren wir recht zeitig nach dem Frühstück mit dem Bus nach Freiburg. Dort teilten wir uns in zwei Gruppen. Die eine besichtigte zunächst die Innenstadt, während die andere eine Tour durch den Stadtteil Vauban inklusive Solarsiedlung machte. Später wurde getauscht.

 

Die Führung durch die Solarsiedlung wurde allgemein als die interessantere empfunden, da sie anschaulich Eindruck von den Ideen der Erbauer vermittelte und zeigte, wie Plusenergiehäuser ins Stadtbild eingegliedert werden können. Die Stadtführung hingegen war eher langatmig und zäh, da es sich nur um die sozialistische Szene in Freiburg drehte. Nach den beiden Führungen trafen sich die beiden Gruppen in der Mensa zu einem umfangreichen Mahl.

 

Nach dieser Stärkung konnten wir die Stadt auf eigene Faust erkunden. Einerseits, um die imposante Altstadt zu bestaunen und natürlich um shoppen zu gehen. Am Abend fuhren wir wieder zurück in den Schwarzwald, wo nach dem Abendessen verschiedene Abendprogramme angeboten wurden. Die sportlichen SchülerInnen hatten die Möglichkeit eine Nachtwanderung auf die Zweiseenspitze zu machen, während die nicht so sportlichen einen Film ansehen durften. Alles in allem war es ein sehr schöner und interessanter Tag.

 

Donnerstag, 7. Mai 2015, von Anna Stärk und Mirjam Feichtinger, 7b

Nach dem Frühstück kam erneut Rolf Behringer zu uns und machte mit einem Teil der Gruppe einen Workshop. Zuerst spielten wir ein Spiel, bei dem wir zu den verschiedenen Kontinenten ihren Anteil an der Weltbevölkerung, dem Reichtum und den Energiekonsum zuordnen mussten. Dies führte zu einigen Überraschungen unter den SchülerInnen, sowie unter den LehrerInnen.

 

Darauf hatten wir die Möglichkeit, einige Experimente und Geräte zum Thema Energie auszuprobieren: einen Solarkocher, einen Kaffeekocher, eine Wasserheizung, ein solarbetriebenes Spielzeugauto, etc.

 

Am Nachmittag gingen einige Schüler mit den Begleitpersonen im Schwarzwald wandern, andere genossen währenddessen die sonnigen Freistunden bei der Unterkunft. Am Abend hatten wir zum letzten Mal ein Abendprogramm einschließlich einer kleinen Danksagung an alle Beteiligten des Austausches. Anschließend spielten wir noch einige Spiele und das von uns veranstaltete Länderquiz.

 

Freitag, 8. Mai 2015, von Lena Wohlgenannt, 7b

Am Freitag mussten wir leider schon wieder nach Hause. Wir wurden vom Bus um 8.00 Uhr abgeholt. Die Stimmung war nicht sehr gut, da 1. wir alle nicht viel gschlafen hatten und 2. wir uns zum letzten Mal sahen. Dann fuhren wir gemeinsam nach Freiburg, wo uns die deutschen SchülerInnen zuerst verließen. Unsere Heimfahrt (auch die der SchweizerInnen und der Luxemburgerinnen) war ungewiss, da die GDL anscheinend ihre Streiktermine immer auf unsere Comenius Mobilitäten legt. Nach kurzer Ungewissheit beschlossen wir den Schweizerbundesbahnen mehr zu vertrauen und verabschiedeten uns von den Luxemburgerinnen und fuhren gemeinsam mit den Schweizern nach Basel, wo sie uns aber schon wieder verließen. Für uns ging es dann weiter nach Zürich wo wir eine kurze Mittagspause hatten und dann nach Feldkirch fuhren.

 

Danke an Frau Prof. Dönz und Frau Prof. Mitterbacher für die Organisation der Reise und an Herr Rockenbauch für das Programm. 

Vielen Danke an unsere Partnerschulen für dieses einmalige Projekt!