2. Mobilität: Wohlen 2014

Vom 11. bis 16. Mai 2014 fand der zweite Austausch im Rahmen des Comenius-Projektes „Nachhaltiges Handeln in der Sekundarstufe“ statt. Jeweils sechs Schülerinnen und Schüler mit je zwei Lehrerpersonen aus den am Projekt beteiligten Schulen aus Deutschland, Luxemburg und Österreich besuchten die Kantonsschule Wohlen in der Schweiz. Da das Thema dieses zweiten Austausches Mobilität war, sind alle Beteiligten mit Fahrrädern angereist.

 

Während der Woche standen verschiedenste Inhalte auf dem Programm:

  • Die SchülerInnen beschäftigten sich in Workshops mit der Erstellung von Plakaten zum Thema Nachhaltigkeit.
  • Ein Team gestaltete die eigene Homepage http://comesco-nachhaltigkeit.eu/ .
  • Ein weiteres Team entwarf das Logo dieses Comenius-Projektes.
  • Eine Exkursion ging zum  NEAT Infozentrum (Neue Eisenbahn-Alpentransversale) und zur Teufelsbrücke am Fuße des Gotthardpasses. Anschließend wurde nach der Fahrt entlang des Vierwaldstättersees das Verkehrsmuseum und die schöne Stadt Luzern besichtigt.
  • Die Infrastruktur des Hauptbahnhofes Zürich wurde in einer weiteren Exkursion gezeigt.

Neben dem offiziellen Programm wurden viele Kontakte geknüpft und interessante Ideen beispielsweise beim Billardspielen oder im Thermalbad ausgetauscht.

 

Schülerbericht von Rona-Selen Yeter, 6B

 

Am 11.05.2014 standen wir, Lena Wohlgennant (6B), Rona-Selen Yeter (6B), Clemens Brunner (5AR), Benjamin Keckeis (5AR), Max Drozd (5AR) und die Professorinnen Evelyn Mitterbacher und Manuela Dönz, mit Koffer und Fahrrad bepackt am Bahnhof in Dornbirn und waren eigentlich schon abfahrbereit, doch, weil Antonia Kemmerling (6C) den Zug verpasst hatte, mussten wir einen kurzen Umweg nach Bregenz machen, wo wir sie abholten.

 

Dann ging es aber los! Nach einer ca. zwei stündigen Fahrt mit dem Bus erreichten wir Wohlen. Wegen des schlechten Wetters, konnten wir die Strecke, die wir mit dem Fahrrad fahren wollten, leider nicht bewältigen. Unser Direktor Markus Germann jedoch, fuhr die gesamte Strecke von Dornbirn nach Wohlen von ca. 167 km mit dem Fahrrad, wofür er unsere vollste Bewunderung hat! Um wenigstens eine kleine Strecke mit dem Rad gefahren zu haben, fuhren wir vom Hotel unserer Lehrpersonen aus zur Kantonsschule Wohlen.

 

Dort trafen wir etwa zeitgleich mit den SchülerInnen aus Deutschland und Luxemburg ein und wurden herzlichst von unseren GastschülerInnen und den Lehrpersonen empfangen. Nach dem Willkommens-Apèro, gingen wir zu unseren Gastfamilien nach Hause um uns auszuruhen.

 

Am nächsten Morgen, nach kurzer Vorstellung des Wochenprogramms, stellten die verschiedenen Schulen die Projekte vor, die sie bereits an ihren Schulen zu den Themen Abfall und Umwelt umgesetzt haben. Im Anschluss wurden wir in verschiedene Gruppen zu den Themen Plakate, Homepage und Logo eingeteilt, an denen wir den ganzen restlichen Tag arbeiteten.

 

Am Dienstag war eigentlich geplant, dass wir den Gotthardpass besuchten, doch wegen des schlechten Wetters, das die ganze Woche anhielt, konnten wir dort nicht hin gehen. Jedoch waren wir im NEAT(Neue Eisenbahn-Alpentransversale)-InfoCenter und dann in Schöllenen, wo wir die Teufelsbrücke und das Suworow-Denkmal besichtig haben. Es war wirklich sehr interessant und auch kalt, denn es hat geschneit! Am Nachmittag waren wir im Verkehrshaus Luzern, einem Aktivmuseum, wo wir eine Menge Spaß hatten. Den Weg dorthin, fuhren wir nicht über die Autobahn sondern den Vierwaldstättersee entlang, wo wir viele schöne Plätze gesehen haben. Nach dem Museum durften wir in kleineren Gruppen Luzern besichtigen und um ca. 18:00 Uhr sind wir wieder nach Wohlen zurück gefahren.

 

Auf den Mittwoch haben wir uns, denke ich, am meisten gefreut, denn es stand ein Ausflug nach Zürich auf dem Programm. Zuvor durften wir in der ersten Stunde den Unterricht besuchen und haben sehr viele Unterschiede mit unserer Schule herausgefunden. „Sie, können Sie mal kommen?“ – Als wir diesen Satz zum ersten Mal gehört haben, waren wir geschockt, wie unhöflich die SchülerInnen zu ihren Lehrpersonen sind, doch im Laufe der Woche haben wir gemerkt, dass dies ganz normal in Schweizer Schulen ist. Den restlichen Vormittag verbrachen wir mit der Ausarbeitung unserer Plakate und der Homepage. Nach dem Mittagessen ging es dann endlich nach Zürich. Bevor wir uns selbstständig die Stadt ansehen durften, bekamen wir eine sehr interessante Führung durch den Hauptbahnhof Zürich. Dabei erhielten wir einen Einblick in die komplexe Infrastruktur des Bahnhofs. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wieviel Technik auf drei Untergeschossebenen installiert ist, um den Kunden einen angenehme Reise zu ermöglichen. Ein weiteres Highlight war der wunderschöne Ausblick über Zürich, den wir vom Dach des Bahnhofes erhielten. Nach der Besichtigung des Hauptbahnhofes erkundeten wir Zürich auf eigene Faust! Leider verging die Zeit viel zu schnell und wir mussten schon bald zurück nach Wohlen.

 

Am Donnerstag hatten wir wieder die Möglichkeit den Unterricht zu besuchen und haben ein weiteres Mal gemerkt, welche Unterschiede es zwischen Schulen in der Schweiz und Österreich gibt (z.B. müssen die Schüler am Anfang der Stunde nicht aufstehen um ihre Lehrer zu begrüssen). Nach der Hospitation nutzten wir die Zeit bis zum Mittagessen um unseren Plakaten und der Website den letzten Schliff zu geben. Den Nachmittag verbrachten fast alle SchülerInnen in einem Thermalbad, wo sie relaxen konnten und jede Menge Spaß hatten! Aus gesundheitlichen Gründen mussten Lena und ich in der Schule bleiben und halfen bei den Vorbereitungen für das Abschlussessen. Als dann die SchülerInnen aus dem Thermalbad zurück waren, machten wir uns ans Essen. Es gab köstliches Risotto mit Salat und wir haben gegrillt, den Nachtisch fanden alle außerordentlich lecker. Nach dem Essen und einigen kurzen Reden gingen wir alle zusammen, naja ohne die Lehrpersonen, in ein Billardcenter, wo die meisten zum ersten Mal Billard gespielt haben. Es war sehr lustig, denn wir haben in großen Teams gespielt und am letzten Abend verstanden sich alle wirklich gut!

 

Am Freitagmorgen ging es leider zurück nach Hause. Um ca. zehn Uhr fuhren wir mit dem Bus zurück ins Ländle und um nicht ganz untätig gewesen zu sein, sind wir die letzten Kilometer, von Lustenau zur Schule mit dem Fahrrad gefahren.

 

Es war wirklich eine tolle Woche, in der viele neue Freundschaften entstanden sind und wir vieles gelernt haben!

 

 

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