PädagogInnen üben für den Notfall

Im Rahmen des pädagogischen Tages, der am Samstag, den 28. September 2019 in Marienberg durchgeführt wurde, stand - neben anderen Programmpunkten - die Präsentation des ÖJRK Projektes „Kids save lives“ auf dem Programm. Doch nicht nur SchülerInnen sollen die lebensrettenden Erste-Hilfe-Maßnahmen für einen möglichen Notfall beherrschen, sondern auch alle Lehrkräfte. Zur Auffrischung wurde mit insgesamt 30 Puppen im Turnsaal die Herzdruckmassage samt Beatmung geübt. Aufgrund der positiven Rückmeldungen wird im kommenden Schuljahr auch eine SCHILF (schulinterne Lehrerfortbildung) mit vertiefenden Inhalten zur Ersten Hilfe angeboten werden.

 

„Kids save lives“

Im Schuljahr 2019/20 hat sich das Jugendrotkreuz am BG Dornbirn zum Ziel gesetzt, alle SchülerInnen und Lehrkräfte in der praktischen Durchführung von Herzdruckmassage und Beatmung als lebensrettende Maßnahmen zu schulen bzw. die Kenntnisse aufzufrischen.

 

Plötzlicher Herztod gilt als die dritthäufigste Todesursache in westlichen Ländern. In Österreich erleiden jährlich 12.000 Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand, und bei sofortiger Leistung von Rettungsmaßnahmen könnten 1.000 Menschen mehr gerettet werden.

 

Der alarmierte Rettungsdienst kommt durchschnittlich nach 8-11 Minuten, das Gehirn stirbt jedoch bereits nach 3-5 Minuten bzw. es kommt dann zu bleibenden Schäden. Wenn sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen wird, verdreifacht sich die Überlebensrate.

 

Im internationalen Vergleich ist die Wiederbelebung durch Ersthelfer in Österreich mit nur 10-20% sehr niedrig, während dieser Wert in Skandinavien 40%-70% beträgt. Nachdem hier großes Verbesserungspotenzial besteht, wurde die Aktion „Schüler/innen retten Leben“ beginnend mit dem Schuljahr 2019/20 am BGD initiiert.

 

Wenn die Kompetenz der Wiederbelebung im Kindes- bzw. Jugendalter vermittelt wird, kann diese lebenslang verankert werden. Daher ist zum Beispiel in den skandinavischen Ländern Wiederbelebung im Lehrplan der Grundschule eingebaut.

 

Der Initiative der WHO (Weltgesundheitsorganisation) "KIDS SAVE LIVES„ folgend, soll nach dem Vorbild Oberösterreichs auch am BGD die Aktion "Schüler retten Leben“ um gesetzt werden: In zwei Unterrichtseinheiten soll pro Schuljahr  Wiederbelebung in jeder Klasse Thema im Unterricht sein. Fächer wie Biologie, Turnen oder NAWI bieten sich für diese hands-on Trainings an.

 

Unser Ziel ist es, dass jede/r BGD Schüler/in bis zum Ende der Pflichtschulzeit bzw. bis zur Matura in Wiederbelebung geschult und diese Kompetenz regelmäßig aufgefrischt wird.

 

Fotoquelle https://www.schule.at/fileadmin/DAM/schuleat/Bilder/Konzept_Schu__ler_retten_Leben.pdf

Mini Anne JRK Spende

Bei der Aktion „Kids save lives“ geht es vor allem um das Erlernen und das praktische Tun, d.h. das Üben mit Hilfe von Erste-Hilfe Puppen. Um das im Klassenverband mit 20+ SchülerInnen durchführen zu können, stehen nun insgesamt 10 „Mini Anne“ Erste-Hilfe-Puppen , neben einer großen Vorzeigepuppe zur Verfügung. Diese konnten dank der großzügigen Spende der SchülerInnen des Moduls Sozialkompetenz- angeschafft werden. Sie hatten im letzten Schuljahr die Bewirtung während der Volleyball-Schülerbundesmeisterschaft übernommen, eine Woche lang ehrenamtlich gearbeitet und den daraus resultierenden Reinerlös an die UNESCO Gruppe für das Armenien-Schulpartnerschaftsprojekt und an das Jugendrotkreuz gespendet.

 

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die großzügige Gruppe!