Förderkonzept am BGD

 

"Die Förderung von Schülerinnen und Schülern ist ein grundlegender pädagogischer Auftrag der Schule und ein elementares Prinzip jedes Unterrichts. Förderung meint einerseits die bestmögliche Entwicklung der Leistungspotenziale aller Schülerinnen und Schüler. Andererseits soll Förderung Lernversagen – und damit auch negative Beurteilungen – möglichst verhindern. Sie stellt ein Qualitätselement von Schule dar.“ (aus dem RS 11/2005 des bm:bwk)

 

In diesem Sinn stellen die nachfolgende Punkte Bausteine unseres Förderkonzeptes dar. Sie beschreiben die verschiedenen bei uns vorgesehenen und umzusetzenden Maßnahmen.

 

Expliziter Förderunterricht durch Lehrer geschieht auf Initiative von

 

  • Fachlehrer/in
  • Klassenvorstand
  • Eltern
  • Schüler/innen

 

und erfolgt durch FachlehrerInnen mit Zustimmung der Direktion.

 

Kann auch geblockt in der unterrichtsfreien Zeit (z.B. am Freitagnachmittag und Samstag) durchgeführt werden. Über diese Möglichkeit soll vermehrt informiert werden (Homepage, Display; Schülervertretung, Elternabende, …), Ausweitung denkbar auf Sport und Gesundheit (Nichtschwimmer in der ersten Klasse), Beratung über die Notwendigkeit in den ersten Klassen durch das Lehrerteam.

 

 

Schüler/innen helfen sich selbst

 

  • Schüler/innen organisierten sich selbst in Lerngruppen, meist klassenintern (manchmal begleitet von Lehrpersonen) Nachhilfestunden von Schüler/innen für Schüler/innen (in Zusammenarbeit mit Schülervertretung und Direktion
    „Schüler helfen Schülern“: Lernunterstützung für kleinere Schüler/innengruppen durch Oberstufenschüler/innen jeweils in der Mittagspause (in Zusammenarbeit mit Schülervertretung und Direktion
  • Frühwarnsystem Schriftliche (auch E-Mail) und/oder mündliche Information an die Eltern
  • Einladung zu Elterngesprächen (Lerndefizite, Förderangebote, Vereinbarungen)
  • Bei Notwendigkeit auch Lerncoaching durch „Plan C“
  • Versuchsweise Einführung eines Lernberichts im zweiten Semester

 

 

Schüler/innen mit nicht-deutscher Muttersprache

 

  • Bedarfserhebung und Erstinitiative durch (Deutsch-)Lehrer/innen (der ersten Klassen)
  • Lesescreening Klassenübergreifender oder klasseninterner sowie schulübergreifender Förderunterricht in Deutsch durch Lehrpersonen möglich
  • Individuelle Nachhilfestunden von Schüler/innen für Schüler/innen
  • Wichtig sind dabei kleine Gruppen und eine längerfristige Betreuung (nach Möglichkeit zusätzliche Deutsch-Stunde zwecks Teilung über das ganze Jahr in den ersten Klassen, kann gleichzeitig auch der Begabtenförderung dienen). Durchführung hängt von Werteinheiten ab.

 

 

Förderung von Begabten und Interessierten
Förderung in Rahmen der Stundentafel:

 

  • Differenzierter Unterricht in Form von Freiarbeit
  • Breites Angebot an Freifächern und Unverbindlichen Übungen
  • Individualisierungsangebot in der Oberstufe: Module und Wahlpflichtfächer (Kursangebote) in verstärktem Ausmaß (9 Stunden) ab der 6. Klasse
  • Projektwochen bzw. Intensivsprachwochen Sonstige Projekte Lehrausgänge und Exkursionen Einbeziehung externer Referenten
  • Förderung außerhalb der Stundentafel: In der Mittagspause
    Angebot der Lernbetreuung in eigenen (fachbezogenen) Lernräumen (1. Stock)
    IKT im EDV-Raum bzw. in der Bibliothek Teilnahme an Wettbewerben (Sprachen, Politische Bildung, Sport, Kunst, Chemie, Mathematik, Physik)

 

  • Angebot freiwilliger Exkursionen und Veranstaltungen (Theater, Musik, …)
  • Durchführung und Vermittlung von HI-Kursen Unterstützung der „Initiative Begabung“ und der von ihr organisierten Veranstaltungen, insbesondere der Vorarlberger Sommerakademie
  • Eigene kulturelle Veranstaltungen (z.B. „schau.spiel“, Theaterabend)
  • Lese- und Erlebnisveranstaltungen (z.B. „Gruselnacht“ in der Bibliothek)
  • Ermöglichung von Projekten für einzelne besonders interessierte und begabte Schüler während der Unterrichtszeit, aber außerhalb des Klassenverbands (in Absprache mit den KlassenlehrerInnen und einem Projektbetreuer)

 

 

Sozialkompetenz

 

  • Soziales Lernen (ganze Unterstufe eine halbe Stunde pro Woche im Stundenplan)
  • Kennenlerntag für erste Klassen, teilweise auch für fünfte Klassen
  • Sportveranstaltungen (Turniere u.ä.)
  • Schultheater d’r Bus (SchülerInnengruppe)
  • Helferlein (Schüler/innengruppe)
  • Aktionen der Schülergruppen dr’Bus und Helferlein für Schüler/innen
  • Psychosoziale Betreuung durch den Schularzt
  • Sexualpädagogisches Seminar für vierte Klassen
  • Modul SOKO Klassenrat (Unter- und Oberstufe)
  • AG „Eigenverantwortliches Lernen“: Planung und Organisation von Fortbildungen und Projekten zu einschlägigen Themen ((z.B. Projekt „Lernen lernen“ zum Schulbeginn)
  • Plan C (Begleitung in Konflikten und Krisen) durch Klassenvorstände initiierte und begleitete Klassenaktionen
  • Lernhilfe für den Ambulanten Familiendienst des Vorarlberger Kinderdorfes
  • Jugendrotkreuzarbeit und diverse Sozialprojekte (Religionslehrer/innen)

 

 

Nahtstellenfrage

 

  • Volksschule - Gymnasium Informationsabende für Eltern und Schüler/innen mit „Schnupperparty“ Unterrichtsbesuche durch Volksschüler/innen möglich
  • Kennenlerntag am Beginn der ersten Klasse
  • Betreuung durch die Helferlein Rückmeldungen an Volksschullehrer/innen
  • 8 - 9. Schulstufe Schullaufbahnberatung und –orientierung (durch den Bildungsberater)
  • Schnuppern in Schulen (SIS)
  • Berufsorientierungstage und –projekte mit BIFO Informationsabend „Module“ (unsere Oberstufe) Informationsabend für Eltern „Schullaufbahn“ mit BIFO
  • Schaffung eines Informationspools für Lehrer/innen zum Thema Berufsorientierung (in den 3. und 4. Klassen)
  • Matura - Universität Vision Days (mit Wirtschaft und Schule) Projektzusammenarbeit mit AK (Kursangebote wie Rhetorik, Präsentation) Studienberatung (durch Bildungsberater) Hochschulinfotage Studieren in Wien – Schüler/innen treffen Student/innen (Wien-Projektwoche)

 

 

Pädagogische Kompetenzen

 

  • Klassenvorstände koordinieren die Unterrichts- und Erziehungsarbeit und berufen bei Bedarf Klassenkonferenzen ein
  • Fachkoordinatoren führen Fachkonferenzen zu Schwerpunkten durch Arbeitsgruppen beschäftigen sich bei Bedarf mit wichtigen Themen (Soziales Lernen, Schulentwicklung, Lernen lernen, …)
  • Schulinterne Fortbildungsveranstaltungen
  • Zusammenarbeit mit den Eltern
  • Sprechstunden fördern und bei Bedarf fordern (Frühwarnsystem)
  • Bei Elternabenden regelmäßig Informationen austauschen Struktur beim Elternsprechtag verbessern, Eltern gezielt zum Sprechtag einladen (fachbezogen), Alternativen überlegen (z.B. Lernbericht)
  • Vernetzung im RBMV durch den Direktor und Austausch von Information durch Teilnahme von KollegInnen an überschulischen Veranstaltungen

 

Im Sinne des in der Einleitung zitierten Rundschreibens bemühen sich alle Kolleginnen und Kollegen um bestmögliche Förderung der ihnen anvertrauten Schülerinnen und Schüler. Sie leisten ihren Beitrag zu einem guten Lernklima und suchen die Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten. Die Umsetzung setzt allerdings auch ein aktives Mitwirken der Schülerinnen und Schüler und die konstruktive Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten voraus. Nur gemeinsam können die allgemeinen und die individuellen Ziele erreicht werden.