Politikethik nach Auschwitz

 

Prof. Jürgen Manemann, Leiter des Forschungsinstituts für Philosophie in Hannover hielt am 30. September 2014 im Festsaal einen sehr engagierten Impulsvortrag über die Grundfrage der Ethik, nämlich wie wir gut zusammen leben können. Die Religions- und Ethikgruppen der Maturaklassen waren dazu eingeladen. Der Theologe und Philosoph diagnostiziert eine Rückkehr der Bürgerpolitik, die eines fordert: Politisches Handeln soll dem Leben aller dienen, statt den Interessen einiger weniger zu dienen. Politik verknüpft er sehr eng mit Kultur, die wesentlich eine Kultur der Anerkennung des Anderen in seinem Anderssein sein muss. Seine Hoffnung sind die Jugendlichen, die Visionen haben und Veränderungen ermöglichen können. Denn Politik ist in seiner Sicht die „Kunst des Unmöglichen“. Sie schöpft aus der Zukunft und hält den Status quo nicht bloß aufrecht.

S-B

 

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